Umgang mit Krankheit. Was kann man tun, um besser mit chronischer Krankheit umgehen zu können? Teil 2 – Vertrauen ins Leben

April 5, 2021

Vertrauen ins Leben

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Hoffnungslos und verzweifelt?

Wenn du schon lange chronisch krank bist, oder andere schwierige Situationen in deinem Leben zu meistern hast, kennst du vielleicht das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung auch?

Vielleicht warst du bei vielen Ärzten und hast viele Therapien hinter dir, trotzdem kann dir nicht geholfen werden? Vielleicht hast du das Gefühl, dass dich dein Körper im Stich gelassen hat und du hast dein Vertrauen ins Leben und in deinen Körper verloren?

Mir ging es jedenfalls so, mein Glaube und mein Vertrauen ins Leben waren nach jahrelanger Krankheit so ziemlich auf dem Nullpunkt.

Vertrauen und Glaube geben uns Halt

Doch Vertrauen und Glaube sind so wichtig. Sie tragen uns durch den Alltag. Sie stützen uns im schwersten Sturm. Denn alles, was wir tun und erleben, braucht Vertrauen und Glaube.

Das Vertrauen ins Leben kann man wieder stärken

Um ein Risiko einzugehen, brauchen wir Vertrauen. Und im Leben gehen wir ständig Risiken ein. Sei es auf der Strasse mit dem Auto zu fahren, den Zug zu nehmen, einem Freund ein Geheimnis zu vertrauen, eine Speise zu essen, die wir nicht selber zubereitet haben, etc.

Nebst Vertrauen ist auch der Glaube wichtig. Ich spreche nicht unbedingt von einem religiösen Glauben. Natürlich, falls man einen religiösen Glauben hat, und er einem stärkt und unterstützt, dann ist das auch ganz toll. Aber auch wenn man nicht religiös ist, kann man einen Glauben haben. Auf Englisch gibt es so ein schönes Wort dafür: Faith.

Den Glauben an den Körper. Den Glauben, das Heilung und Gesundwerden möglich ist. Den Glauben, wieder ein normales Leben führen zu können. Den Glauben an sich selbst. Den Glauben an seine Urteilskraft. Dein Glauben an seinen Instinkt und seine Intuition. Den Glauben, dass jeder Sturm vorbeizieht. Den Glauben, dass man es schafft und damit umgehen kann, egal was kommen mag. Den Glauben an das Gute auf dieser Welt.

Den das stärkt uns, es gibt uns Halt und lässt uns auch ganz dunkle Stunden besser bewältigen und einen inneren Frieden finden.

Wenn das Vertrauen ins Leben verloren ging

Was macht man aber nun, wenn der Glaube und das Vertrauen ins Leben einem abhandengekommen sind?

Die gute Nachricht ist, wir können Vertrauen auch wieder aufbauen, wenn wir es verloren haben.

Vertrauen ist laut Anthony William wie eine kostbare Währung der Seele. Und wir können die Reserven dieser Währung wieder bewusst auffüllen. So wie wir nach Möglichkeit auch wieder Geld auf ein Konto einbezahlen, wenn es tief oder sogar in den Minusbereich gerät. So können wir auch wieder Vertrauen auf unser Vertrauenskonto einzahlen. Ist das nicht eine wunderbare Nachricht?

Auch den Glauben können wir wieder stärken.

Einige Möglichkeiten (die kein Equipment benötigen und auch nichts kosten), wie man das ganz konkret machen kann, möchte ich in diesem Blog beschreiben:

1. Stärke dein Vertrauen ins Leben mit dem Sonnenuntergang

Vertrauen ins Leben stärken mit der Sonnenuntergangsmeditation

Seit du auf dieser Welt bist, ist jeden Abend die Sonne untergegangen und am nächsten Morgen ist sie wieder aufgegangen. Und das wird weiterhin so passieren, solange du auf dieser Erde lebst. Du kannst dein Vertrauen mit dieser Tatsache aufbauen, denn da wirst du niemals enttäuscht.

Anthony William empfiehlt dazu in seinem ersten Buch «Mediale Medizin», über den Sonnenauf- und den Sonnenuntergang zu meditieren.

Wie geht das nun genau?

Richte deine Aufmerksamkeit so oft als es dir möglich ist bewusst auf den Sonnenuntergang. Sei einfach in diesem Moment ganz präsent. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, den Sonnenuntergang zu beobachten (und bitte nicht direkt hineinschauen, das wäre nicht gut für die Augen).

Falls das nicht möglich ist, mach dir keine Sorgen. Du musst die Sonne auch gar nicht unbedingt sehen, du kannst dir den Sonnenuntergang auch einfach vorstellen, falls du nicht ans Fenster kannst oder die Sonne nicht siehst. Und ruf dir ins Gedächtnis, dass die Sonne morgen früh wieder aufgehen wird. Das wird immer so sein, jeden Tag. Immer wieder. Darauf kannst du dich zu 100% verlassen und darauf vertrauen.

Anthony William empfiehlt bewusst, sich auf den Sonnenuntergang, und nicht auf den Sonnenaufgang zu konzentrieren. Denn beim Sonnenuntergang kommt die Dunkelheit und es braucht Vertrauen, dass das Licht danach wieder kommen wird.

Diese Übung trainiert die Seele, wieder Glauben an das Leben zu haben. Auch wenn mal Enttäuschung und Dunkelheit herrscht, bleibt das Vertrauen, dass irgendwann wieder mehr Licht kommt.

Wichtig ist auch, wenn du diese Übung machst: Erinnere dich jedes Mal daran, wieso du diese Übung machst. Du machst sie mit der Absicht, dein Vertrauen zu stärken.

Diese einfache Übung ist sehr kraftvoll und kann dein Vertrauen mit der Zeit auffüllen. Und du hast diese natürliche Ressource immer bei dir, brauchst kein Equipment dazu, nur für einen Augenblick deine Präsenz.

2. Bitte den Engel des Glaubens und den Engel des Vertrauens um Hilfe, Unterstützung und Führung

Falls du nun die Augen verdrehst, weil es ums Thema Engel geht, dann springe doch einfach zum nächsten Punkt.

Falls du mit Engel was anfangen kannst, dann lies gerne weiter:

Engel spielen schon seit Menschengedenken eine Rolle. Auch Anthony William schreibt in seinem ersten Buch "Mediale Medizin" über Engel. Nebst bekannten Engeln wie Erzengel Michael oder Erzengel Gabriel gibt es auch noch viele andere mächtige Engel, die wir rufen können. Dabei beschreibt Anthony William auch den Engel des Glaubens und den Engel des Vertrauens.

Den Engel des Glaubens und den Engel des Vertrauens kann man regelmässig rufen. Sie sind sehr wirkmächtig und können dir helfen, deinen Glauben und dein Vertrauen zu stärken.

Wie macht man das aber nun genau?

Laut Anthony William ist es wichtig, die Engel immer mit ihrem Namen anzusprechen. Zudem ist es auch wichtig, nicht nur in Gedanken mit ihnen zu sprechen, sondern die Worte laut auszusprechen.

Da die Engel auch einen freien Willen haben, und sehr viel zu tun haben (ja, es bitten so viele Menschen um Hilfe), ist es wichtig, dass man aktiv um ihre Aufmerksamkeit bittet, damit sie einem hören. Denn es ist zu aufwändig und kompliziert für die Engel, unsere Bitten in unserem Kopf, gepaart aus einem Wirrwarr aus Gedanken und Emotionen, zu entwirren.

Daher am besten die ehrliche und aufrichtige Bitte immer laut aussprechen (man muss nicht schreien, es reicht auch zu flüstern oder eben in normaler Lautstärke zu sprechen), damit die Engel wissen, dass wir es ernst meinen.

Das könnte irgendwie so was in der Art sein:

«Engel des Glaubens, bitte, ich brauche deine Hilfe und Unterstützung. Mir fehlt der Glaube, kannst du mir helfen, diesen wieder zu stärken und aufzubauen? ..."

«Engel des Vertrauens, bitte, ich brauche deine Hilfe und Unterstützung. Ich bin so enttäuscht, kannst du mir helfen, über diese Enttäuschung hinwegzukommen und wieder Vertrauen aufzubauen? …"

Erwarte kein Wunder über Nacht. Aber wen man die Engel immer wieder ruft und um Unterstützung bittet, werden sie das tun und du kannst einen deutlichen Unterschied erleben. Probiere es doch einfach mal aus. 

3. Borge dir den Glauben aus

Du kannst deinen Glauben und dein Vertrauen ins Leben grad nicht mit eigener Kraft aufbauen und stärken?

Dann gibt es noch eine weitere schöne Möglichkeit. Ich habe von Muneeza gelernt, dass man sich Glauben auch ausborgen kann.

Das heisst, suche dir eine Person, die einen grossen Glauben hat und frag sie doch, ob sie dir davon ausleiht. Das wird sie bestimmt tun.

Und falls du niemanden kennst, den du fragen kannst oder möchtest, dann kannst du auch gerne mich fragen (schick mir eine Mail). Ich habe meist reichlich davon und kann dir gerne ausborgen.

4. Stärke deinen Glauben mit einer Visualisierung

Am Ende seines ersten Buches Mediale Medizin beschreibt Anthony William eine Visualisierung, die man machen kann, wenn man das Gefühl hat, den Glauben nicht stärken zu können:

«Stellen Sie sich den Glauben als ein goldenes Seil vor – eine Lebenslinie, die vor Ihnen hängt. Stellen Sie sich vor, wie Sie danach greifen und dann an ihr ziehen, so als wollten Sie eine himmlische Glocke schlagen.

Mit der Zeit wird der Glaube so wieder bei Ihnen einziehen und die Verzweiflung weichen.»

Denn wie Anthony William sagt: «Denken Sie immer daran: Sie haben ein gutes gutes Leben verdient. Auch für Sie gibt es eines. «

Mir hat es geholfen, mein Vertrauen ins Leben zu stärken

Ich kann von mir berichten, dass diese Übungen gut funktioniert haben. Ich habe im speziellen die erste Übung über eine längere Zeit gemacht, was mir gut geholfen hat. Aber jeder ist anders, schau doch einfach, welche der Übungen dich am meisten anspricht. 

Heute hilft mir mein gestärktes Vertrauen ins Leben und mein Glaube, um mit meinem Alltag und mit meiner chronischen Krankheit besser umgehen zu können. Und sollte es mal Tage geben, wo ich merke, dass beides etwas in den Keller sackt (ja, die gibt es noch), dann weiss ich, was ich tun kann, um mich wieder selber zu stärken.

Vertrauen ins Leben zurückgewinnen

Ich hoffe mit diesen Übungen kannst auch du deinen Glauben und dein Vertrauen ins Leben und in dich stärken und aufbauen.

Denn ein starker Glaube und viel Vertrauen hilft dir im Alltag, mit einer chronischen Krankheit, aber natürlich auch sonst.

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