Heilung nach der Heringschen Regel: Was bedeutet das für dich?

August 28, 2019

Heute tauchen wir in die Welt der Homöopathie ein. Ein besonders spannendes Thema ist die sogenannte Heringsche Regel, die wertvolle Hinweise darauf gibt, wie Heilung im Körper abläuft.

Dieses Gesetz geht auf den deutschen Arzt und Homöopathen Constantin Hering (1800–1880) zurück. Hering war ein direkter Schüler von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, und trug massgeblich zur Weiterentwicklung dieser Heilmethode bei. Nachdem er 1833 in die USA auswanderte, entwickelte er die heute bekannte Heringsche Regel – auch als Heringsches Gesetz bezeichnet.

Doch was besagt diese Regel genau, und wie hilft sie, den Heilungsverlauf besser zu verstehen?

Die drei zentralen Prinzipien der Heringschen Regel

Hering erkannte, dass Heilung im Körper nach bestimmten Gesetzmässigkeiten verläuft. Seine Regel beschreibt drei entscheidende Prinzipien, die bei einer erfolgreichen Heilung zu beobachten sind:

1. Heilung erfolgt von oben nach unten

Beschwerden bessern sich idealerweise von oben nach unten im Körper.

Beispiel:
Ein Patient mit Neurodermitis im Gesicht, an den Armen und Füssen sollte zuerst eine Besserung im Gesicht, dann an den Armen und schliesslich an den Füssen erfahren.

Wenn sich hingegen zuerst die Neurodermitis an den Füssen bessert, während sich die Symptome im Gesicht verschlechtern, deutet dies auf eine unerwünschte Richtung im Heilungsverlauf hin.

2. Heilung erfolgt von innen nach aussen

Der Körper heilt sich von den lebenswichtigen Organen hin zu den weniger wichtigen Bereichen – also von innen nach aussen.

Beispiel:
Ein Patient leidet an Herzproblemen, Verdauungsstörungen und Hautausschlägen. Gemäss der Heringschen Regel sollte zuerst das Herz, dann die Verdauung und zuletzt die Haut heilen.

Wenn jedoch nur die Hautprobleme verschwinden, während sich die Herzbeschwerden verschlechtern, ist dies kein gutes Zeichen für den Heilungsprozess.

3. Heilung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Auftretens

Der Körper heilt nach dem Prinzip: Die neuesten Beschwerden zuerst.

Beispiel:
Ein Patient leidet seit 15 Jahren unter Rückenschmerzen und hat erst kürzlich Schwindel entwickelt. Nach der Heringschen Regel sollte der Schwindel zuerst verschwinden und die Rückenschmerzen erst danach gelindert werden.

Die Heringsche Regel in der modernen Homöopathie

Diese Prinzipien spielen auch in modernen homöopathischen Ansätzen, wie der Predictive Homoeopathy von Dr. Prafull Vijayakar, eine zentrale Rolle. Sie helfen Therapeuten, den Heilungsverlauf richtig einzuschätzen und die Behandlung entsprechend anzupassen.

Fazit: Die Heringsche Regel als Orientierungshilfe zur Heilung

Die Heringsche Regel bietet wertvolle Hinweise darauf, ob der Körper auf dem richtigen Weg zur Genesung ist. Eine Verbesserung der Symptome sollte immer:

  • von oben nach unten,
  • von innen nach aussen und
  • in umgekehrter Reihenfolge des Auftretens erfolgen.

Wer diese Gesetzmässigkeiten kennt, kann seine Genesung bewusster wahrnehmen und besser nachvollziehen.

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