Wie ich wurde, was ich bin: Mein Weg zum Ernährungs- und Gesundheitscoach nach den Lehren von Anthony William

Juni 10, 2022

Anna Hirsiger - wie ich wurde was ich bin

Schon als kleines Mädchen wollte ich Ärztin werden. Das wusste ich einfach. Das Gebiet der Medizin fand ich wahnsinnig spannend. Und anderen Menschen helfen zu können, empfand ich schon damals als sinnstiftend. Mein Weg bis zum Start des gewünschten Medizinstudiums verlief wie geplant, danach kam aber doch alles anders...

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    1999: physiognomische Berufsberatung
    Während dem Gymnasium gehe ich in eine physiognomische Berufsberatung. Ich will einfach sicher sein, dass meine Pläne auch zu mir passen. Es ist total eindrücklich. Ich komme rein und setze mich an den Beratungstisch. Die Berufsberaterin sagt mir, sie würde nun eine Berufsrichtung auf einen Zettel schreiben und ihn mir am Schluss zeigen. Nach dem Gespräch und der Beratung deckt sie den Zettel auf: Medizin. Mein Plan passt.
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    Sommer 2001: Matura/Abi
    Ich schliesse das Gymnasium ab und freue mich auf meine Zukunft. 
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    Herbst 2001: ich werde krank
    Schon mein ganzes Leben leide ich unter einer erhöhten Infektanfälligkeit und bin häufig krank. Aber nun wird es plötzlich chronisch. Ich fühle mich müde und erschöpft, mir ist ständig schwindelig. Irgendwas stimmt nicht. Aber zu dieser Zeit kann ich noch einige Monate "normal" funktionieren.
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    Dezember 2001: Stethoskop als Geburtstagsgeschenk 
    Zu meinem zwanzigsten Geburtstag schenkt mir mein Bruder einen Teddybär, mit einem echten Stethoskop um den Hals. Allen ist klar, dass ich in wenigen Monaten mit dem Medizinstudium starten würde. Das ist mein Traumberuf, den ich schon seit kleines Mädchen habe. Wie sich noch herausstellen wird: Das Stethoskop werde ich behalten. Den Traumberuf wechseln. 
Stethoskop zum Geburtstag

Das Stethoskop, das mir mein Bruder zum Geburtstag schenkte. 

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    März 2002: Abschluss des sechsmonatigen Praktikums im Krankenhaus
    Vor dem Start des Medizinstudium hab ich mir für sechs Monate ein Praktikum auf einer Überwachungsstation organisiert. Ich bin gesundheitlich schon in einem schlechten Zustand, aber ziehe es dennoch irgendwie durch. Die Arbeit macht mir sehr viel Spass und ich kann viel neues lernen. Damit ich jedoch das Pensum schaffe, gehe ich abends bereits um 19 Uhr schlafen.
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    Juni 2002: von der Praktikantin zur Patientin
    Ich kann kaum noch aufstehen vor Erschöpfung. Im Juni 2002 geht es mir gesundheitlich so schlecht, dass mich meine Eltern ins Krankenhaus bringen. Dort werde ich dann auch gleich stationär aufgenommen. Ich erlebe eine Woche voller Angst, Hilflosigkeit und mit vielen Untersuchungen. Ich werde mit den Verdachtsdiagnosen Leukämie und MS konfrontiert (die sich zum Glück nicht bestätigen) und spüre, wie es sich als Patientin im Krankenhaus anfühlt.
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    2002/2003: Diagnose ME/CFS
    Aus dem Krankenhaus werde ich schlussendlich mit der Empfehlung entlassen, mal eine Psychiater zu konsultieren. Ich fühle mich nicht ernst genommen und alleine gelassen.
    Nach einer weiteren Ärzteodyssee kriege ich die Diagnose: ME/CFS.
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    2002/2003: Ich höre das erste Mal von chronischem EBV
    In dieser Zeit finde ich meinen Hausarzt, bei dem ich heute noch bin und den ich sehr schätze. Ich fühle mich das erste Mal so richtig ernst genommen. Er spricht von einem Leberschaden und chronischem Epstein-Barr-Virus (EBV) Wie ich später merken sollte, decken sich diese Vermutungen mit den Ansichten von Anthony William.
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    Oktober 2003 bis März 2004: Lanzarote ruft
    Immer noch keine Besserung in Sicht, rät mir mein Hausarzt, doch mal auf eine einsame Insel zu gehen. Vielleicht würde das noch helfen. Ich entscheide mich tatsächlich, das auszuprobieren (ich habe praktisch alles ausprobiert). Im Oktober 2003 reise ich nach Lanzarote, im Gepäck kein Wort Spanisch, aber ganz viel Hoffnung. Ich lerne nicht zur Spanisch (was mich einige Jahr später auch zur Begegnung mit meinem zukünftigen Mann führen wird - aber das wäre eine andere Geschichte), es ist auch die Zeit, wo mir bewusst wird, dass ich das Medizinstudium gesundheitlich nicht schaffen werde. Durch meine eigene Gesundheit hat es mich inzwischen auch mehr zur Naturheilkunde getrieben. Ich entscheide mich, eine Ausbildung in dieser Richtung zu absolvieren. 
Auszeit in Lanzarote

Lanzarote bringt mir zwar gesundheitlich nicht die erhoffte Besserung. Aber es schenkt mir viele schöne Momente, neue Freundschaften und neue berufliche Perspektiven. 

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    2004 bis 2008: Ausbildung zur Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Homöopathie
    Zurück von Lanzarote beginne ich einige Monate später meine Ausbildung zur Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Homöopathie. Ich bin sehr motiviert und sauge alles auf, was ich kann. Die Ausbildung kann ich Teilzeit absolvieren. Während meine Klassenkameraden nebst der Ausbildung bis zu 80% in ihrem Beruf arbeiten, liege ich erschöpft im Bett. 
Mein Leben mit ME/CFS

Seit ich ME/CFS habe, verbringe ich sehr viel Zeit auf dem Sofa oder im Bett. 

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    11.02.2009: Berufsausübungsbewilligung als Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Homöopathie im Kanton Bern
    Im 2008 schliesse ich meine Ausbildung ab. Nach einigen Praktika erhalte ich von meinem Wohnkanton die Berufsausübungsbewilligung. Es ist ein grosser Moment für mich. Im Mai 2009 eröffne ich offiziell meine eigene Praxis in Bern und arbeite ab da Teilzeit, so viel, wie es meine Energie erlaubt.
Arbeit in eigener Praxis

Dies war lange mein Profilbild auf meiner Praxiswebseite. Eine befreundete Fotografin, Susana Bruell, hat es 2013 gemacht. 

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    Juni 2011 ME/CFS und Ernährung
    Die Ernährung fasziniert mich schon lange. Ich entscheide mich, zusätzlich eine Ausbildung zum Ernährungscoach zu absolvieren, welche ich im Juni 2011 abschliesse. Bei meiner Diplomarbeit "Einfluss der Ernährung bei Personen mit chronischem Müdigkeitssyndrom (CFS)" coache ich während einiger Wochen ME/CFS-Betroffene bezüglich der Ernährung und eruiere, welche Veränderungen auf die Gesundheit sich bei den Betroffenen durch die Ernährungsumstellung feststellen lassen.
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    Ca. 2015: Ich brauche eine Pause
    Durch meine eigene Krankheit suchte ich all die letzten Jahre unermüdlich nach möglichen Ursachen, Hintergründen und Erklärungen. Ich las unzählige Bücher über Ernährung und Naturheilkunde, machte Therapien und besuchte Kurse. Erfolglos, ich habe immer noch ME/CFS und verbringe den Grossteil des Tages im Bett. Plötzlich kommt der Moment, wo ich nicht mehr mag. Ich habe genug von all den Therapien und Theorien. Ich breche alles ab und mache von allen Therapien eine Pause. 
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    November 2017: Höhere Fachprüfung zur Naturheilpraktikerin mit eidgenössischem Diplom in Homöopathie
    Es wurde ja eigentlich höchste Zeit, dass der Beruf der Naturheilpraktiker in der Schweiz eidgenössisch geregelt wird. Das ist nun der Fall. Das heisst aber auch, wer noch nicht zehn Jahre eine Praxis hat, muss nochmals zu einer aufwändigen Prüfung antreten und zudem eine Diplomarbeit schreiben. Zusammen mit einer lieben Berufskollegin und Freundin machen wir uns etwas widerwillig an diese Aufgabe und sind doch auch stolz, als wir beide die zwei Prüfungstage erfolgreich absolvieren.
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    Sommer 2018: Bücher von Anthony William
    Im Juli 2018 bekomme ich ein Telefonanruf von meiner Augenexpertin Cordula Stocker: "Anna. lies dieses Buch von Anthony William, es erinnert mich so sehr an deine Geschichte". Ich habe das Buch verschlungen, und noch am selben Abend meine Ernährung komplett umgestellt. Es war das erste mal, dass ich das Gefühl hatte, alle Puzzlesteine fügen sich zusammen. Ich hab nun endlich die Antworten, nach denen ich so lange suchte. Seither ernähre ich mich nach den Lehren von Anthony William  Ich weiss, mein Weg wird noch dauern, aber ich nehme Schritt um Schritt. 
Bücher von Anthony William

Die Bücher von Anthony William brachten mir viele Antworten und begleiten mich bis heute.

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    Herbst 2018: Ich kann nichts erzählen, wohinter ich nicht zu 100% stehe
    Ich habe lange bedarfsorientierte Ernährung nach Tönnies in meinen Beratungen weitergegeben. Nun habe ich die Informationen von Anthony William entdeckt, und kann nicht mehr wie bisher arbeiten. Ich stelle mein Angebot in der Praxis komplett um. Von da an arbeite ich nach den Lehren von Anthony William. Meine Ausbildungen und zahlreichen Weiterbildungen im Bereich Ernährung und Naturheilkunde bieten mir dabei eine gute Basis.
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    2019: Teilnahme Onlinekurs und Entdecken einer riesigen Community
    Ich nehme am sechswöchigen Onlinekurs „Intuitive Adrenal Reset Program“ von Muneeza Ahmed, Intuitive Medicine Woman™ teil, ein Kurs über die Nebennieren. Muneeza war eine Klientin und Schüler von Anthony William, und hat direkt bei ihm gelernt. Nun bin ich vollends fasziniert von diesem Wissen. Die nächsten zwei Jahre bin ich Teilnehmerin von Muneezas Jahreskurs „The Intuitive Healing Community“. Auch begeistert mich diese weltweite Community. Es ist nicht nur ein wertschätzender und hilfreicher Austausch, sondern ich finde sogar neue und wertvolle Freundschaften. 
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    Mai 2020: jetzt wird es persönlich
    Lange habe ich bei meiner Arbeit meine Gesundheit verschwiegen. Nun will ich das nicht mehr. Ich scheibe meinen ersten Blogartikel über meine eigene Gesundheit. Ein Meilenstein. Von nun an spreche ich offen über meinen Weg und nutze meine persönlichen Erfahrungen auch für meine Beratungen. 
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    Heute: Ernährungscoach nach den Lehren von Anthony William
    Heute habe ich ein klares Angebot als Ernährungs- und Gesundheitscoach. Mein Gebiet ist die Ernährung nach Anthony William. Ich bin selber auf diesem Weg und stehe zu 100% dahinter. Ich durfte bereits viele wunderbare Kunden begleiten. Für die Zukunft plane ich, auch noch etwas in der Gruppe anzubieten. Ich freue mich auf alles, was noch kommt.

Du möchtest noch mehr über mich wissen? 9 Punkte, die mich als Gesundheitscoach ausmachen.

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